Manuelle Lymphdrainage

..... mit Bandagierung und anschließen die Kompressionsstrümpfe. 

                                                                                                                                

Manuell vom lat. manus - Hand,  besagt dass die Manuelle Lymphdrainage (kurz MLD) die erforderliche Ableitung (Drainage) von Lymphflüssigkeit, in Handarbeit geschieht.

                                                                                                                             

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine leichte Massagetechnik bei der über kreisende Handbewegungen die Lymphabflussgebiete stimuliert werden, die vorhandene Lymphflüssigkeit aus dem Körper bzw. den betroffenen Körperregionen ab zu transportieren. Im Gegensatz zu einer klassischen Massage in der eine Mehrdurchblutung der Haut angeregt wird, hat die Manuelle Lymphdrainage zum Ziel, den Abtransport der abgelagerten Lymphflüssigkeit.

                                                                                                                            

Die Manuelle Lymphdrainage wird als Ödem- und Entstauungstherapie nach Operationen, Verletzungen,  bei Venenerkrankungen, Lip- und Lymphödemen oder nach Traumen (Zerrungen, Verstauchungen, Verbrennungen und Muskelfaserrissen), aber auch als Behandlung nach Tumorbehandlungen ärztliche verordnet.

                                                                                                                              

Kompressionsbandagierung

Bei einigen Erkrankungen kann sich an die Manuelle Lymphdrainage eine Kompressions-

bandagierung anschließen, die ärztlich verordnet wird. Diese dient dem Zweck, die gestaute Flüssigkeit, aus dem Gewebe in die Lymphbahnen zurück zu transportieren. Dies geschieht mittels dauerhaften Drucks auf das Gewebe, durch die Bandagierung.

                                                                                                                            

Ist der Arzt zufrieden mit dem Ergebnis dieser kombinierten Behandlung, wird eine weitere Verordnung, für das Abmessen und Anfertigen so genannter Kompressionsware ausgestellt.

                                                                       

Viele Patienten empfinden den Druck der Kompressionsbandagierung als unangenehm, zu fest oder unbeweglich, aber im Nachhinein sind alle erstaunt über das "neue" Gefühl in der betroffenen Region.

                                                                                                                        

An dieser Stelle sei erwähnt, dass es sich bei der Kompressionsbandagierung um einen absehbaren Zeitraum handelt in dem diese Therapie erforderlich ist, bis die Kompressionsware eingetroffen sind. Bringen Sie also zu Ihrer Behandlung immer in der weite verstellbare Schuhe mit (im Sommer gehen auch Flip Flops) und weitere Kleidung (Hose, Rock) damit die Bandagierung mit Ihnen bequem in Ihre Sachen passt.

                                                                                                                           

Kompressionsbestrumpfung

.... nicht Stützstrümpfe!

Kompressionsstrümpfe sind im Gegensatz zum Stützstrumpf ein medizinisches Produkt, das von den Krankenkassen bezahlt wird.

                                                                                                                                   

Der Stützstrumpf als solches macht am Bein gar nichts, außer das er unangenehm vom Tragekomfort ist. Diese Strümpfe haben eine schlauchähnliche Form und wenn man sein Bein in einen solchen Strumpf steckt, drückt es an den "fleischigen" Stellen (Wade, Oberschenkel) und hat einen lockeren Sitz an den "dünneren" Körperstellen z.B. Knöchel. Deswegen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Produkte nicht.

                                                                                                                               

Der Kompressionsstrumpf dagegen ist so konzipiert, dass er mit einem quer verlaufenden Schussfaden versehen, eine optimale Versorgung der Beine gewährleistet. Der Strumpf ist an der Stelle eng, wo er eng sein sollte (Knöchel) und an den Stellen weiter, wo er lockerer sitzen sollte und darf (Oberschenkel). Diese Leistung wird von den Krankenkassen als notwendige Therapieform angesehen und bezahlt.

                                                                                                                           

Der Bereich um die Knöchel ist am weitesten vom Herzen weg und weil alles auf der Erde der Schwerkraft folgt, lagert sich das "Wasser" unten ab und muss mit einer entsprechenden Kompression auf den Knöchel versorgt werden. Das können nur Kompressionsstrümpfe, keine Stützstrümpfe.

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Durch die Kompression auf den Knöchel wird die Flüssigkeit nach oben weiter geleitet und kann dort ganz normal weiter verarbeitet und abtransportiert werden. Somit hat die Lymphflüssigkeit  keine Chance mehr, sich in den Füßen und den Beinen abzulagern.

                                                                                                                                 

Deswegen ist es wichtig, wenn Sie Kompressionsstrümpfe habe, diese regelmäßig (auf ärztliche Verordnung) zu erneuern und die älteren Strümpfe zu entsorgen. Das Material gibt irgendwann nach und ist dann nur noch ein medizinischer Strumpf, aber längst kein Kompressionsstrumpf mehr. Das ist wichtig für die Erhaltung der Therapie.